Erster Hackathon zum smarten und intelligenten Campus in Heilbronn verlief erfolgreich

27.2.2018

Junge und technikbegeisterte Menschen trafen sich am 17. März zum ersten Hackathon der Initiative »Smart Campus Lab« im Coworking Space Heilbronn. Das Projekt soll lokalen Akteuren eine Plattform bieten, um neue Lösungen am Heilbronner Campus zu testen. Der Hackathon wurde zusammen mit dem Heilbronner Entwicklerverein »Code for Heilbronn e.V.« durchgeführt.

Die Initiative »Smart Campus Lab« wird maßgeblich vom Forschungs-Kompetenzzentrum LOGWERT des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO und der Hochschule Heilbronn getragen. Der Bildungscampus Heilbronn dient im Projekt als Labor für nutzerorientierte Lösungen und Wertschöpfungskonzepte. Damit wird der Bereich Bildung mit Aspekten der angewandten Forschung ergänzt. »Am Campus Heilbronn entsteht ein Reallabor zum Testen von Lösungen und Konzepten für die Region. Dabei wollen wir lokalen Machern und Interessierten die Chance geben, sich zu beteiligen. Es soll sich eine gewisse Eigendynamik entwickeln«, sagt Martin Feldwieser, Projektleiter von Seiten des Fraunhofer IAO.

Mit Sensorik, digitalen Werkzeugen und Open Data experimentieren

Eine Form der Beteiligung im Projekt versprach der erste Hackathon. Von morgens bis in die späten Abendstunden beschäftigten sich die Teilnehmenden mit Fragen rund um die Messung der Aufenthaltsqualität am Campus mittels eines Sensornetzwerks. Schallpegel, Feinstaub, WLAN-Empfang, Temperatur, Luftfeuchtigkeit oder Bewegungsaktivitäten sind einige der Parameter, welche mit den Sensorik-Komponenten, die das Fraunhofer IAO zur Verfügung stellte, gemessen werden konnten. Kristian Lehmann, Mitglied im Verein Code for Heilbronn, ist im Projekt für die Sensortechnik verantwortlich: »Uns war es wichtig, im Projekt auf offene Software und Plug and Play-Technikkomponenten wie NodeMCU, LoPy oder Rasberry Pi zu setzten. So erleichtern wir weiteren Interessierten den Zugang.« Ergebnisse des Hackathons sind Prototypen wie Umweltsensoren, Bewegungssensoren oder WLAN-Messgeräte. Zudem wurden verschiedene Übertragungstechnologien wie LoRa oder WLAN ausprobiert und deren Auswirkungen auf ein mögliches Sensornetzwerk am Heilbronner Campus diskutiert. »Für uns ist vor allem LoRa wegen der großen Reichweite als Übertragungstechnologie interessant. Wir funken bereits jetzt mit zwei Stationen in Heilbronn und bieten dabei auch Dritten die Möglichkeit das Netzwerk zu nutzen«, so Martin Feldwieser.

Next step: Komfortfaktoren gemeinschaftlich ermitteln

In den nächsten Monaten soll mit den Beteiligten vor Ort geprüft werden, welche Technologien für ein Sensornetzwerk auf dem Campusgelände geeignet sind. Die im Hackathon gebastelten Prototypen liefern dabei wertvolle Hinweise. Die durch die geplante Sensorik entstehenden Daten sollen später in Kombination mit Befragungen und Interviews dazu genutzt werden, das Umfeld des Campus zu analysieren und Komfortfaktoren zu erheben. Die engagierten Teilnehmenden des Hackathons sollen auch weiterhin am Projekt teilhaben und neue Lösungen ausprobieren können. So ist zum Beispiel eine Fotoreihe mit Langzeitbelichtung geplant, welche die WLAN-Konnektivität auf dem Campus mittels des im Hackathon entwickelten Messgeräts visualisieren soll.